Als es gestern ab zum Bahnhof ging, stellten wir mal wieder fest, dass die Deutsche Bahn zu den unzuverlässigsten Betrieben Deutschlands zählt. Wegen einer Stellwerksstörungen fuhren keine S-Bahnen zum Flughafen. Ganz toll dachten wir uns, hatte aber eigentlich schon gerechnet mit so einer Sch... .Ganz ehrlich verstaatlicht diesen Sauhaufen endlich wieder und gut ist..! Dank Ute und Herbert haben wir es aber pünktlich zum Flieger geschafft und hatten auch noch etwas Zeit am Airport. So gab es noch für jeden ein Bierchen, bevor es Richtung Thai-Airwaysschalter ging um unser Gepäck einzuchecken. Da wir schon am Tag vorher Online eingecheckt hatten durften wir uns beim Webcheckin anstellen, wo die Schlange meist deutlich kürzer ist. Endlich an der Reihe hatten wir dann noch das Anliegen, ob wir unsere Plätze gegen welche am Fenster eintauschen könnten. Leider war der Flieger aber so ausgebucht, sodass dieser Wunsch leider nicht erfüllt wurde. Egal, es ist ja eigentlich ein Nachtflug und man sieht eh nicht viel. Nachdem wir dann durch die ersten Kontrollen durch waren, schlenderten wir noch etwas im Abflugbereich umher. Es gab hier hinten ebenfalls noch ein kleines Airbräu was wir zum Burgeressen besuchten. Sehr lecker.. Wieso gibst den eigentlich nicht im regulären Part des Restaurants? Endlich war es so weit und wir durften einsteigen. kaum angekommen am reservierten Platz stellten wir aber fest, dass dort schon jemand saß. Hmmm... Da hatte sich wohl jemand in der Reihe vertan. Wir waren es nicht... und so musste der junge Herr ein paar Reihen weiterziehen. Wir nahmen Platz und starteten durch. Während des Fluges nach Bangkok hab ich mich dann ganz nett mit unserer Nachbarin am Fenster unterhalten. Eine Thailänderin, die aber super Deutsch sprach. Als ich sie fragte woher sie denn so gut Deutsch könne meinte sie, dass sie das in der Schule gelernt hätte. Allgemein war sie super nett und man sah ihr die Begeisterung am fliegen an. Über Afghanistan schaute sie mindestens 30 min nur raus und beobachtet die unzähligen Sterne, was sie mir auch mitteilte. Es sind oft die einfachen Dinge die Menschen glücklich machen.

In Bangkok angekommen spürten wir gleich wieder das andere Klima, das hier in diesen Breiten vorherrscht. Auch wenn es nur kurz beim Umsteigen in einen Bus war. Wir hatten aber eh nur kurz Aufenthalt, bevor es wieder weiter ging. Nochmal 3h!

Der 2. Flug war gefühlt der schlimmerer, da die Beinfreiheit etwas weniger war und für meinen Geschmack der Sitz nicht der bequemste war. Egal letztendlich haben wir auch das geschafft. Angekommen in Jakarta ging es dann noch kurz durch die Immigration mit einem schmunzelten Beamten der nur sagte " ihr seit ja schon zum dritten mal hier" weiter Richtung Baggage Claim. Unsere Rucksäcke waren einer der ersten und so konnten wir schon nach 2 min den (grünen) Ausgang nehmen. Am Airport kannten wir uns ja bereits aus und wussten daher gleich wo es lang geht. Wir wollten schnell Geld abheben und dann eine SIM-Card ordern. Leider war der SIM-Card Stand vom letzten mal nicht mehr da. Nur ein Bauzaun zeugte noch von dessen Überbleibsel. Als wir dann raus Richtung Train zu Terminal 2 gingen, sahen wir aber dessen neue Location und konnten hier gleich eine Card kaufen. Diesmal Telekomsel als Anbieter. Weiter im terminal 2 gabs dann noch schnell einen Cappuccino bevor es auf die letzte Etappe Richtung Yogyakarta ging. Im Cafe selbst gab es aber noch eine Puch zu bestaunen. Motorpower Made in Austria. Nach gut 24h sind wir dann endlich in Yogyakarta angekommen.

Schnell hatten wir uns einen Fahrer geordert und es ging Richtung Unterkunft. Der gleiche Fahrer holt uns dann morgen auch für eine kleine Tour ab. Da wir aber bereits schon "etwas" müde waren, hieß es eigentlich nur noch etwas Essen gehen und dann ab ins Bett. Dazwischen gab´s aber noch ein leckeres Bintang auf der Rooftopbar. Das Essen war very spicy, aber ultra lecker. Wir hatten Nasi Goreng und Mie Goreng und waren absolut begeistert. Dann noch kurz Skypen mit Herbert / Ute / Ingrid / Andy.bevor wir den Kopfhörer wegpackten, der kurz knackte und dann kaputt war. Egal dann gibt´s halt einen neuen.

Am nächsten morgen klingelte der Wecker bereits um halb 7. Welcher Depp hatte das denn gemacht? Egal...letztendlich sind wir dann doch bis 10 liegen geblieben. Wir waren einfach kaputt.

Mit voller Elan ging es dann aber die Stadt erkunden. Natürlich nicht ohne einen kleine Koffeinkick in einer nahe gelegenen Shoppingmail. Dazu gab´s einen Donut (ähnlich eines Krapfen) für Lau dazu. Als wir dann weiter Richtung Innenstadt aufbrachen hatten wir uns überlegt die gut 3 km mit dem Bus zu fahren. Laufen wollten wir beide nicht soweit und entschieden uns daher für eine andere Alternative. Grab.

Bei uns kaum oder gar nicht bekannt, lässt sich hier jeder mit der Taxialternative von A nach B bringen. Wir hatten das ganze letztens schon in Jakarta probiert, dort hat es aber nicht ganz geklappt und wir haben die App wieder deinstalliert. Hier aber funzte es aber sofort und unserer Fahrer war binnen weniger Minuten da. Für wenig Geld ging es zum Alun Alun Utara. Dort pilgerten wir dann etwas rum. Es ist ein relativ großer unspektakulärer Platz, wo lediglich  Bäume in der Mitte stehen. Ringsrum gibt es einige Museen zu bestaunen, die wir aber nicht besucht haben. Auch 2 Tore haben wir dort gesehen die zum Fußball spielen einladen. Kurz darauf haben wir auch die Fans des "TSV 1860" gesehen die vermutlich gerade von einem Auswärtsspiel ihrer Mannschaft kamen.

Wir zogen weiter die Maliboro - Street entlang gen Norden. Eine sehr nette Straße, an der es einige Stände gibt. Vor allem wird hier immer wieder die Kunst zum Thema gebracht, die auch bei den Studierenden eine ganz entscheidende Rolle hier spielt. Es ging dann noch über die Bahngleise Richtung Tzugo Pal Puith bevor wir wieder aufgebrochen sind Richtung Unterkunft. Wieder mit einem Grab für wenig Geld.

Wir ließen uns davor aber noch schnell in unser gestriges Lokal bringen, wo wir wieder super (und vor allem scharf) gegessen haben.

Grade schreiben wir noch diesen Blog eine Etage höher bei einen lecken Bierchen, bevor es ab ins Bett geht. Morgen müssen wir früh raus und sind dann den ganzen Tag unterwegs. Wohin? Seit gespannt.

Bis Morgen

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